Holzhausen. Bunt im doppelten Sinne zeigte sich die neue Ausstellung, die am Internationalen Museumstag im Knöpfer-Haus eröffnet wurde. Bunt, sowohl in der Farbenfreude als auch in der Motivwahl, präsentieren erstmalig zehn malende Vereinsmitglieder unter dem Motto „Wir sind Kunst“ gemeinsam ihre Werke.
Im Knöpfer-Hof hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden, als Gabi und Mikel Damm auf ihren wohlklingenden Blockflöten die Gäste mit stimmungsvollen Bachklängen begrüßten. Ein herzliches Willkommen überbrachte Sebastian Schiffer, Bürgermeister der Gemeinde Amt Wachsenburg. Mit dieser Ausstellung beweise der Knöpfer-Freundeskreis erneut, dass er weit über Holzhausens Grenzen hinaus hohes Ansehen genieße. Die Kommune sei sich der Verantwortung für das gemeindeeigene Museum bewusst. Deshalb wäre kürzlich die Sanierung der Fassade für 143 000 EUR erfolgt und man werde weitere Projekte gemeinsam verfolgen.
Ihren sichtbaren Stolz und ihre Freude über die erste gemeinsame Bilder-Schau von Vereinsmitgliedern drückte Carola Busse, Vorsitzende des Freundeskreises, aus. Erfahrene Künstler und Hobbymaler hätten mit ihren Landschaften, Stillleben und Porträts dieser Premiere zum Erfolg verholfen. Dazu hätten auch viele Helfer beigetragen, denen sie ein Dankeschön aussprach. In der fast zwanzigjährigen Geschichte des Knöpfer-Vereins, der inzwischen 100 Mitglieder aufweist, nimmt die aktuelle Präsentation einen besonderen Platz ein.
Herzlicher Dank gebühre den ausstellenden Mitgliedern Jeanin Brandt (Holzhausen), Gudrun Erdmann (Sülzenbrücken), Bärbel Laue (Gotha), Dr. Bernd Mai (Holzhausen), Rebecca Otto (Holzhausen), Franziska Rosenbaum (Haarhausen), Mattias Sehrt (Arnstadt), Diana Trefflich (Sülzenbrücken), Renate Wellendorf (Arnstadt) und Angela Weisheit (Holzhausen).
Wie stets im Knöpferverein wurden die Besucher vielseitig gastronomisch versorgt. Die Ausstellung „Wir sind Kunst“ ist bis zum 29. Juni jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr in der Arnstädter Straße 32 zu sehen.
Jochen Thiele

Die Ausstellungsakteure vor dem Knöpferhaus

Bürgermeister Sebastian Schiffer gratuliert Carola Busse

Zahlreiche Besucher bei der Eröffnung

Familie Albertus aus Arnstadt erfreute die Bilder. Foto´s: J. Thiele
HOLZHAUSEN. Mehr als zwei Dutzend Ausstellungen haben die Holzhäuser Malerfreunde mit Bildern von Otto Knöpfer, seinen Schülern und weiteren Künstlern in den vergangenen zwei Jahrzehnten in ihrem Museum gezeigt.
In diesem Jahr wollen zehn Mitglieder des Otto-Knöpfer-Freundeskreises, die selbst zu Malerpalette und Pinsel greifen, Bilder mit einer Vielzahl von Handschriften und Maltechniken gemeinsam öffentlich vorstellen. Die Autoren reichen von erfahrenen Malern, die bereits eigene Expositionen hatten, bis zu Hobbykünstlern, die erstmalig ausstellen.
Unter Regie von Matthias Sehrt (Arnstadt) werden an dieser Bilderschau unter dem Motto „Wir sind Kunst“ Jeanin Brandt (Holzhausen), Gudrun Erdmann (Sülzenbrücken), Bärbel Laue (Gotha), Dr. Bernd Mai (Holzhausen), Rebecca Otto (Holzhausen), Franziska Rosenbaum (Haarhausen), Diana Trefflich (Sülzenbrücken), Renate Wellendorf (Arnstadt), und Angela Weisheit (Holzhausen) teilnehmen.
Ihre Ausstellung wird am Sonntag, dem 18. Mai, um 11 Uhr im Knöpfer-Haus Holzhausen, Arnstädter Strasse 32 von Sebastian Schiffer, Bürgermeister von Amt Wachsenburg, und Carola Busse, Vorsitzende des Freundeskreises, eröffnet. Für die Gäste steht eine gastronomische Versorgung im Museumshof bereit. Die Bilder sind bis zum 29. Juni jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr zu sehen.
Jochen Thiele

Bei der Vorbereitung der Ausstellung: Angela Weisheit, Gudrun Erdmann und Carola Busse (v.l.n.r.)

Matthias Sehrt, Carola Busse, Dr. Bernd Mai (v.l.n.r.) Fotos: J. Thiele
Beeindruckt von der umfangreichen Werkschau des Arnstädter Malers Matthias Sehrt, die derzeit im Thüringer Landtag zu sehen ist, zeigten sich Mitglieder des Otto-Knöpfer-Freundeskreises. In 70 Bildern aus 40 Jahren stellt ihr Vereinsmitglied die Vielseitigkeit seines Schaffens vor. Geführt von Matthias Sehrt (4.v. links) interessierten sie sich für die Entstehungsgeschichte und Hintergründe seiner Motive. Vor allem die faszinierenden Reisebilder, die dokumentarischen Grenzanlagen aus der Wendezeit und Gemälde vom historischen Arnstadt fanden das Interesse der Knöpfer-Freunde. Vereinsvorsitzende Carola Busse (4.v. rechts) drückte ihre Anerkennung und Freude über die Sehrt-Ausstellung aus, die bis zum 13. April im Thüringer Landtag verlängert wurde.

Text und Foto: Jochen Thiele
HOLZHAUSEN. Vor 20 Jahren wurde in Holzhausen das Fundament für das Otto-Knöpfer-Haus gelegt. Mit dem Erwerb des Elternhauses von Otto Knöpfer (1911–1993) durch die Wachsenburggemeinde erfolgte der wichtigste Schritt. Großen Anteil daran hatte der damalige Bürgermeister Hans Ullrich, der kürzlich verstarb und dem der Otto-Knöpfer-Freundeskreis auf seinem Neujahrsempfang ehrenvoll gedachte. Hans Ullrich war 2006 einer der Gründungsväter des Freundeskreises und Ehrenmitglied des gemeinnützigen Vereins.
Wie erfolgreich die ehrenamtliche Arbeit der Holzhäuser Malerfreunde im Vorjahr gewesen ist, rückte Vereinsvorsitzende Carola Busse in den Blickpunkt des Neujahrsempfangs, der dieses Mal im C-Club Arnstadt stattfand. Der Höhepunkt war die gut besuchte Ausstellung von Bildern des Erfurter Malers Franz Markau, des Lehrmeisters von Otto Knöpfer, erklärte sie. Viele Gäste hatten auch das stimmungsvolle Zelt-Event bei den Advents-Höfen in Holzhausen. Auf der Erfolgsliste stehen ebenso das Open-Air-Wochenende mit dem Arnstädter Malzirkel, die Vereinsbesuche in Hohenfelden und auf der Kunstmesse in Erfurt.
Nicht weniger aktiv wollen die 84 Vereinsmitglieder in diesem Jahr sein. Für den 16. März kündigte Carola Busse eine gemeinsame Tour auf dem Otto-Knöpfer-Wanderweg an. Bevor vom 7. - 11. April ein Talentecamp mit der Volkshochschule stattfindet, soll das kürzlich sanierte Knöpfer-Haus wieder eingeräumt und neugestaltet sein. Als neue Ausstellungen für 2025 plant der Vorstand für den 18. Mai die Vernissage „Malereien von Vereinsmitgliedern“ und zum Tag des Denkmals eine Exposition von Otto-Knöpfer-Bildern.
Zu einer interessanten Geschichtsstunde gestaltete sich die Lesung von Kunstwissenschaftler Dr. Rüdiger Helmboldt aus seinem Buch „Mein Leben mit Otto Knöpfer“, das auch eine Begegnung des Malers mit Burgwartin Cläre Werner wiedergibt, die der Maler 1953 auf der Wachsenburg hatte.
Als „Jahr der Gemeinschaft und eines aktiven Vereins“ bezeichnete abschließend Carola Busse die Holzhäuser Jahresbilanz, die Kraft und Mut gäbe für die neuen Vorhaben in diesem Jahr.
Jochen Thiele

Knöpfer-Freunde beim Betrachten eines Kunstkalenders auf dem Neujahrsempfang: Carola Busse (2.v.l.), Rebecca Otto, Diana Trefflich und Gudrun Erdmann (v.l.n.r.) Foto: J. Thiele
An vieles hatten die Akteure der offenen Adventshöfe in Holzhausen gedacht. An festliche Weihnachtsdeko, an Leckereien, Glühwein und …und. Das Fest war bestens vorbereitet, aber beim Vertrag mit Petrus hatte man etwas Pech. Doch trotz Regens kamen die Besucher in Scharen. In mehreren Höfen lockte ein Dach oder ein Zelt, wo der Schirm abgestellt werden konnte. Der guten Stimmung tat das Wetter keinen Abbruch.
Als im Knöpfer-Hof aus dem Zelt festliche Klänge zu hören waren, strömten zahlreiche Besucher dorthin. Die Mühlberger Posaunisten zauberten weihnachtliche Melodien aus ihren Instrumenten und brachten viele Augen zum Glänzen. Gastgeberin Carola Busse, Vorsitzende des Freundeskreises, zeigte sich erfreut über das frisch sanierte Knöpfer-Haus, lobte ihr fleißiges Team und begrüßte viele Gäste im dichtgedrängten Zelt.
Nicht weniger zufrieden an ihren Ständen war Simone Menge, die Initiatorin der offenen Adventshöfe. Alle 15 Gastgeber hätten mit großem Engagement das Fest vorbereitet und für 2025 gebe es schon weitere Anmeldungen. Unter den Handwerks- und Dekosachen auf ihrem Hof fanden die Holzfiguren von Hans-Joachim Oelszner aus Bischofroda besonderes Interesse.
Erstmals nahm Joachim Groß an der Veranstaltung teil. Enkelin Lina Zaubitzer und Josi Groß halfen, seine Angebote, darunter Bücher und alte Schallplatten, zu präsentieren und die Interessenten mit Kaffee und Kuchen zu versorgen.
Schmackhaftes konnte man auch in anderen Höfen probieren, zum Beispiel Crepes bei Familie Campanella, Kartoffelpuffer bei Engelhards, Stollen bei Sabine Miksch, Lebkuchen oder Zwiebelkuchen in der Grünwerkstatt von Familie Hofmann. „Ein schönes Erlebnis zum 2. Advent“ hörte man von vielen Gästen, als sie sich nach ihrem Besuch zufrieden von Holzhausen verabschiedeten.
Jochen Thiele

Im Kreis ihrer Helferinnen: Simone Menge (2.v.l.), die Initiatorin der Offene Höfe im Advent, mit Anett Ortlepp, Emily Ortlepp und Christina Schumann

Vor dem frisch sanierten Knöpfer-Haus: Carola Busse hieß die Gäste herzlich willkommen. Am Vortag waren gerade die Baugerüste gefallen
Foto: J. Thiele

Bei den Advents-Höfen in Holzhausen bot Joachim Groß Deko, Bücher und Schallplatten an (hier im Gespräch mit Beate Gebhardt aus Arnstadt

Familie Campanella in Aktion: Selenia, Marco und Luca (rechts) bereiteten leckere Crêpes. Foto: J. Thiele

Peter und Regina Frenzel, zwei fleißige Helfer im Knöpfer-Zelt der Offenen Höfe